Dankbarkeit für die Bereitstellung von Care-Paketen

Die Schülerin Ni Tini besucht die 7. Klasse der Manikaji-Schule und drückt uns ihre Dankbarkeit aus.

Die Pandemie beeinflusst alle Aspekte des Lebens, besonders jedoch die wirtschaftliche Situation. Alle Menschen im Ban-Dorf haben zu kämpfen, da sie ihre Arbeit verloren haben und demnach gezwungen sind, zu Hause zu bleiben. Diejenigen, die als Bauern arbeiten, können ihre Waren beispielsweise nicht mehr verkaufen. Ni Tini ist traurig, weil es nichts gibt, was sie tun könnte, um die Situation ihrer Familie zu verbessern.

Die Last, die ihre Familie zurzeit zu tragen hat, wird jedoch verringert. Seit April 2020 hat EBPP (East Bali Poverty Project) begonnen, sie mit Lebensmitteln zu versorgen. Es handelt sich dabei um Reis, Frittieröl, getrockneten Fisch und grüne Bohnen. Die Lebensmittel werden jeden Monat verteilt und sind für alle Schüler*innen und deren Familien bestimmt.

Ni Tini und alle anderen Schüler sind sehr dankbar für diese Hilfe, da sie die Lebensmittel nicht mehr selbst zahlen müssen. Alle Schüler*innen und deren Familien hoffen auf ein baldiges Ende der Pandemie, um wieder der alltäglichen Arbeit nachgehen zu können.

Freude und Leid zugleich – Abschlussprüfung von zu Hause aus

Die Schülerin Ni Kadek P besucht die 8. Klasse der Manikaji-Schule und berichtet von ihrer Erfahrung bezüglich der Abschlussprüfung.

„Vom 24. bis 28. Mai 2021 fand an unserer Schule die letzte Prüfung statt. Die Prüfung war ähnlich wie die vor einem halben Jahr, als wir die Prüfung aufgrund von Covid-19 von zu Hause aus abgelegt haben. Wir gingen zur Schule, um dort die Tests zu erhalten und bekamen sodann weitere Tage, um sie zu Hause zu beantworten.

Ich empfand sowohl Freude als auch Trauer bei der Beantwortung der Testfragen. Ich war froh, da ich die Aufgaben flexibel bearbeiten konnte, während ich meinen Eltern zu Hause gleichzeitig helfen konnte. Ich hatte keinen Zeitdruck und musste lediglich darauf achten, den Test rechtzeitig beim Lehrer zur Benotung einzureichen.

Ich war jedoch auch traurig darüber, dass ich bei der Beantwortung der Testfragen Schwierigkeiten hatte. Mir fiel es schwer, da ich die ganze Zeit nur von zu Hause aus lernen konnte. Dabei gab es viele Inhalte, die ich nicht ganz verstanden habe, weil es keine direkten Erklärungen von den Lehrern gab. Trotzdem habe ich es geschafft, die Fragen ziemlich gut zu beantworten.

Ich hoffe, dass die Pandemie bald vorbei ist, damit wir wieder wie früher zur Schule gehen können um dort zu lernen.“

Herausforderungen in der Trockenzeit

Die Schülerin Ni Kadek Sudarmi besucht die 10. Klasse der Jatituhu-Schule im Osten von Bali und erzählt von den Herausforderungen, die sie durch die aktuelle Trockenzeit zu bewältigen hat.

„Jeder Tag birgt Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Besonders zur Zeit ist das Finden von Gras und Feuerholz sehr wichtig. Das Gras brauchen wir für unser Vieh und das Feuerholz zum Kochen. Daneben versuchen wir Bambus zu ernten um diesen auf dem Markt zu verkaufen und so mehr Einkommen generieren zu können.

Diese Arbeit erfordert besondere Fähigkeiten. Wir müssen unterscheiden können, welcher Bambus der ältere ist, da nur dieser geerntet werden kann. Der jeweilige Bambus muss mit einer speziellen Sichel geschnitten und sodann auf dem Kopf nach Hause getragen werden, da es keine Zufahrtsstraße für Fahrzeuge gibt.

Für mich als Schülerin ist es wichtig, neben der vielen Arbeit während der Trockenzeit auch das Lernen nicht zu vernachlässigen. Mein Ziel ist es, in 2 Jahren die Oberschule abzuschließen.“

Optimismus trotz extremer Trockenzeit

Grundsätzlich startet die Trockenzeit auf Bali im Mai und endet im Oktober, in diesem Jahr ist die Trockenzeit jedoch besonders extrem und bereits im April angebrochen. Vor allem die abgelegene Gegend rund um den Mount Abang, in der sich die Manikaji-Schule befindet, ist stark von der Wetterlage betroffen. Die Gegend ist ohnehin sehr trocken, steil und sandig und verfügt über kein Quellwasser. Der letzte Regenfall war im April.

Die Schüler*innen der Manikaji-Schule berichten, dass sie in dieser Trockenzeit mehr Schwierigkeiten haben, sauberes Wasser für den Alltag zu finden, als in den Vorjahren. Ihre vorrangige tägliche Aufgabe ist das Beschaffen von Wasser aus dem Cubang. Ein Cubang ist ein Regenwassersammelbecken auf dem Dach, welches sich an der Manikaji-Stadthalle befindet. Sie gehen durchschnittlich 1 km für das Wasser und tragen es in einem Eimer auf dem Kopf nach Hause.

Daneben birgt die Trockenzeit ein weiteres Problem: Das Finden von Gras für ihr Vieh. Dafür müssen die Schüler*innen den steilen Hügel Pucak Sari hinauflaufen.

Trotz aller Schwierigkeiten beklagen sie sich nicht über ihre Situation und arbeiten jeden Tag hart daran, das Leben ihrer Familien zu unterstützen. Auch der Enthusiasmus für das tägliche Lernen ist stets vorhanden. Alle Schüler*innen blicken positiv in die Zukunft und sind dankbar für jede Unterstützung.

Das Wasser zur Familie bringen
Gras für das Vieh suchen
Cubang

Abschlussprüfung der 6. Klasse zu Corona-Zeiten

Im Gegensatz zum deutschen Schulsystem schließen die Kinder auf Bali die Grundschule nach der 6. Klasse ab. So standen kürzlich auch Schüler der Pengalusan und Manikaji Schule, welche wir unterstützen, vor ihrer Prüfung.

Um die Prüfung absolvieren zu können, mussten die Schüler vorab Hygienemaßnahmen umsetzen um den Klassenraum betreten zu können. Aktuell dürfen die Räume für Prüfungen zwar genutzt werden, jedoch ist der Unterricht vor Ort noch immer nicht möglich und das Lernen findet weiterhin von zu Hause aus statt.

Trotz der erschwerten Lernbedingungen in den letzten Monaten sind die Kinder laut des Englischlehrers I Nengah Merdekawati zuversichtlich und vertrauen auf ihr Können.

Sie warten nun auf ihre Ergebnisse, die in den nächsten Wochen von der lokalen Regierung bekannt gegeben werden. Bestehen die Kinder, werden sie ab Juli in die Junior High School gehen.

Wir drücken allen Schülerinnen und Schülern die Daumen!

Maskenpflicht im Prüfungsraum
Messen der Körpertemperatur
Verteilen der Abschlussprüfungen

Corona auf Bali – Gleichzeitiges Lernen und Unterstützen der Eltern

Der Schuldirektor der Manikaji-Schule, Nyoman Kartya, besucht seine Schüler regelmäßig zu Hause und liefert ihnen neue Lernmaterialien. Als Nyoman am Haus des Schülers Wayan EJ ankam, welcher die 3. Klasse besucht, hat er festgestellt, dass der Schüler sehr beschäftigt ist. Er fragte ihn, was er mache und der Schüler antwortet:

Ich helfe meiner Mutter „Porosan“ herzustellen, um es verkaufen zu können (Porosan wird aus Kokosnussblättern hergestellt und während hinduistischer Gebete verwendet). Außerdem helfe ich auch meinem Vater bei der Herstellung von geflochtenen Bambuskörben, diese sollen auch verkauft werden. So können wir mehr Geld verdienen. All das erledige ich neben meinen Schulaufgaben.

Der Schuldirektor ist sehr stolz auf den Fleiß und Enthusiasmus seines Schülers Nyoman, aber auch auf alle anderen Manikaji-Schüler, die während der Pandemie von zu Hause aus lernen.

Herstellung von Bambuskörben
Herstellung von „Porosan“

Corona auf Bali – Care-Pakete für alle Schüler

Obwohl einige Menschen auf Bali bereits geimpft wurden, ist die Ausbreitung des Corona-Virus weiterhin im Gange. Aufgrund dessen lernen die Schüler noch immer von zu Hause aus.

Die Versorgung der Schüler und deren Familien mit Lebensmitteln wird in manchen Gebieten durch die angebrochene Erntezeit erleichtert. Jedoch ist es nicht jeder Familie möglich, alle notwendigen Nahrungsmittel von ihren Feldern zu bekommen. Besonders diejenigen Familien, die in den kleinen Dörfern rund um die Schulen leben, sind von weiteren Versorgungsquellen abhängig. Für weitere Grundnahrungsmittel müssen sie zum Markt gehen, welcher jedoch nur über steile Wege erreicht werden kann.

Es wird deutlich, wie wichtig die monatlichen Care-Pakete mit Grundnahrungsmitteln für die Menschen vor Ort sind. So wird nicht nur die allgemeine Versorgung mit Nahrung gesichert, sondern auch das Lernen der Schüler erleichtert. Konkret unterstützen wir die Manikaji-Schule, die Pengalusan-Schule und die Jatituhu-Schule. Diesen Monat erhalten die Schüler und deren Familien die Care-Pakete (Essenspakete) zum 13. Mal.

Corona auf Bali – Dankbarkeit während der Pandemie

Mein Name ist Ni Wayan Desi und ich bin Schülerin der 12. Klasse der Manikaji-Schule. Ich lebe an den sandigen Hängen des Mount Abang und fast alle Menschen in meiner Nachbarschaft leben sehr einfach. Das Land ist hier äußerst trocken, weshalb es schwierig ist, Wasser zu finden. Auch die Zufahrtswege sind für motorisierte Fahrzeuge nur schwer passierbar, da die Hänge sehr steil sind.

Obwohl meine Familie und ich jeden Tag auf dem Feld arbeiten, reichen unsere Ernten oft nicht für die notwendigen Bedürfnisse aus. Durch die Pandemie ist es für meine Familie sehr schwierig, Lebensmittelvorräte zu bekommen. Deshalb möchte ich mich im Namen meiner Familie für die Lebensmittelspenden bedanken. Auch meine Freunde aus der Manikaji-Schule sind sehr dankbar für die Hilfe.

Liebe Grüße, Ni Wayan Desi

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Innenbereich

Corona auf Bali – Hausbesuche

Nyoman Karitya Direktor der Schule Manikaji besucht die Schüler zu Hause.

Das Leben in den Bergen ist sehr simpel und die Kinder lernen draußen auf den Terrassen der kleinen Häuser. Normalerweise bestehen die Häuser aus Holz und sind selbst gebaut. Manchmal findet man in den Bergen aber auch Häuser aus Stein, wie auch bei dieser Familie hier. Die Kinder sind trotz der Pandemie sehr wissbegierig und freuen sich über neues Schulmaterial, welches sie von ihren Lehrern erhalten.

Unterstützen Sie jetzt Lehrer und Kinder vor Ort!

Hier geht es zur Spendenaktion.

Corona auf Bali – Schwere Zeiten im April 2021


Mein Name ist Ni Sriani und ich bin Schülerin der 10. Klasse in der Pengalusan Schule. Meine Schulfreunde und ich möchten uns sehr herzlich für alle Spenden bedanken. Diese haben es ermöglicht, unsere Familien weiter zu ernähren. Ich bin sehr traurig, darüber dass uns die Covid-19-Pandemie abhängig von Spenden macht. Zugleich weiß ich, was für ein Glück wir haben.
Als ich von der Abholung von Lebensmitteln nach Hause kam, lächelte meine ganze Familie und war sehr glücklich. Sie dankten mir und sind froh, dass die Schule uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt. Somit haben wir genügend Reis für die nächsten Wochen.

Als Bauernfamilie müssen wir jeden Tag hart arbeiten und manchmal reicht das Einkommen gerade noch aus, um unseren täglichen Bedarf zu decken. Um zusätzliches Geld zu verdienen, arbeite ich auch jeden Tag mit und helfe meinen Eltern, indem ich gewebte Bambuskörbe zum Verkauf herstelle, aber der Gewinn ist sehr gering.

Vielen Dank nochmal für eure Spenden!

Grüße Ni Sriani