Abschlussprüfung der 6. Klasse zu Corona-Zeiten

Im Gegensatz zum deutschen Schulsystem schließen die Kinder auf Bali die Grundschule nach der 6. Klasse ab. So standen kürzlich auch Schüler der Pengalusan und Manikaji Schule, welche wir unterstützen, vor ihrer Prüfung.

Um die Prüfung absolvieren zu können, mussten die Schüler vorab Hygienemaßnahmen umsetzen um den Klassenraum betreten zu können. Aktuell dürfen die Räume für Prüfungen zwar genutzt werden, jedoch ist der Unterricht vor Ort noch immer nicht möglich und das Lernen findet weiterhin von zu Hause aus statt.

Trotz der erschwerten Lernbedingungen in den letzten Monaten sind die Kinder laut des Englischlehrers I Nengah Merdekawati zuversichtlich und vertrauen auf ihr Können.

Sie warten nun auf ihre Ergebnisse, die in den nächsten Wochen von der lokalen Regierung bekannt gegeben werden. Bestehen die Kinder, werden sie ab Juli in die Junior High School gehen.

Wir drücken allen Schülerinnen und Schülern die Daumen!

Maskenpflicht im Prüfungsraum
Messen der Körpertemperatur
Verteilen der Abschlussprüfungen

Corona auf Bali – Gleichzeitiges Lernen und Unterstützen der Eltern

Der Schuldirektor der Manikaji-Schule, Nyoman Kartya, besucht seine Schüler regelmäßig zu Hause und liefert ihnen neue Lernmaterialien. Als Nyoman am Haus des Schülers Wayan EJ ankam, welcher die 3. Klasse besucht, hat er festgestellt, dass der Schüler sehr beschäftigt ist. Er fragte ihn, was er mache und der Schüler antwortet:

Ich helfe meiner Mutter „Porosan“ herzustellen, um es verkaufen zu können (Porosan wird aus Kokosnussblättern hergestellt und während hinduistischer Gebete verwendet). Außerdem helfe ich auch meinem Vater bei der Herstellung von geflochtenen Bambuskörben, diese sollen auch verkauft werden. So können wir mehr Geld verdienen. All das erledige ich neben meinen Schulaufgaben.

Der Schuldirektor ist sehr stolz auf den Fleiß und Enthusiasmus seines Schülers Nyoman, aber auch auf alle anderen Manikaji-Schüler, die während der Pandemie von zu Hause aus lernen.

Herstellung von Bambuskörben
Herstellung von „Porosan“

Corona auf Bali – Care-Pakete für alle Schüler

Obwohl einige Menschen auf Bali bereits geimpft wurden, ist die Ausbreitung des Corona-Virus weiterhin im Gange. Aufgrund dessen lernen die Schüler noch immer von zu Hause aus.

Die Versorgung der Schüler und deren Familien mit Lebensmitteln wird in manchen Gebieten durch die angebrochene Erntezeit erleichtert. Jedoch ist es nicht jeder Familie möglich, alle notwendigen Nahrungsmittel von ihren Feldern zu bekommen. Besonders diejenigen Familien, die in den kleinen Dörfern rund um die Schulen leben, sind von weiteren Versorgungsquellen abhängig. Für weitere Grundnahrungsmittel müssen sie zum Markt gehen, welcher jedoch nur über steile Wege erreicht werden kann.

Es wird deutlich, wie wichtig die monatlichen Care-Pakete mit Grundnahrungsmitteln für die Menschen vor Ort sind. So wird nicht nur die allgemeine Versorgung mit Nahrung gesichert, sondern auch das Lernen der Schüler erleichtert. Konkret unterstützen wir die Manikaji-Schule, die Pengalusan-Schule und die Jatituhu-Schule. Diesen Monat erhalten die Schüler und deren Familien die Care-Pakete (Essenspakete) zum 13. Mal.

Ein neues Projekt – TATI in Kenia

Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir unser Portfolio um ein neues Projekt erweitern. Das erste Mal unterstützen wir ein Projekt in Kenia, welches wir euch im Folgenden vorstellen.

Das Berufsausbildungssystem in Kenia ist von einer Unverhältnismäßigkeit zwischen Ausbildungsmöglichkeiten und deren Nachfrage geprägt. Demnach wird vielen jungen Menschen der Zugang zur Bildung verwehrt, was oftmals zu Fluchtgedanken oder Kriminalität führt. Um dieser Unverhältnismäßigkeit zwischen Angebot und Nachfrage entgegenzuwirken, wurde das „TATI“ vor rund 10 Jahren ins Leben gerufen. TATI steht für „Technical and Agricultural Training Institute“ und ist ein Ausbildungszentrum mit dem Fokus auf handwerkliche Berufe in der Stadt Juja. Das Ausbildungszentrum ist nicht nur für Staatsangehörige zugänglich, sondern hat bereits jungen Menschen aus Somalia, Äthiopien und aus dem Südsudan eine Ausbildungsmöglichkeit geschaffen.

Die Ausbildung schafft eine Zukunftssicherung, denn TATI-Absolvent*innen sind auf dem ostafrikanischen Arbeitsmarkt gefragt. In der Praxis ist es vielen Menschen jedoch nicht möglich, eine solche Ausbildung aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Um diese Zukunftssicherung sowohl auf quantitativer als auch auf qualitativer Ebene weiterhin ermöglichen zu können, benötigt das Ausbildungszentrum Unterstützung. Da das von TATI angestrebte Ziel, ein verbessertes Berufsausbildungssystem in Kenia, auch uns überzeugt, möchten wir das Projekt unterstützen und getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ diesen jungen Menschen die Möglichkeit zur Berufsausbildung geben.

Helft auch ihr dabei, den jungen Menschen im Raum Juja und Umgebung eine Berufsausbildung zu ermöglichen.

Hier geht es zur Spendenaktion

Corona auf Bali – Dankbarkeit während der Pandemie

Mein Name ist Ni Wayan Desi und ich bin Schülerin der 12. Klasse der Manikaji-Schule. Ich lebe an den sandigen Hängen des Mount Abang und fast alle Menschen in meiner Nachbarschaft leben sehr einfach. Das Land ist hier äußerst trocken, weshalb es schwierig ist, Wasser zu finden. Auch die Zufahrtswege sind für motorisierte Fahrzeuge nur schwer passierbar, da die Hänge sehr steil sind.

Obwohl meine Familie und ich jeden Tag auf dem Feld arbeiten, reichen unsere Ernten oft nicht für die notwendigen Bedürfnisse aus. Durch die Pandemie ist es für meine Familie sehr schwierig, Lebensmittelvorräte zu bekommen. Deshalb möchte ich mich im Namen meiner Familie für die Lebensmittelspenden bedanken. Auch meine Freunde aus der Manikaji-Schule sind sehr dankbar für die Hilfe.

Liebe Grüße, Ni Wayan Desi

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Innenbereich

Corona auf Bali – Hausbesuche

Nyoman Karitya Direktor der Schule Manikaji besucht die Schüler zu Hause.

Das Leben in den Bergen ist sehr simpel und die Kinder lernen draußen auf den Terrassen der kleinen Häuser. Normalerweise bestehen die Häuser aus Holz und sind selbst gebaut. Manchmal findet man in den Bergen aber auch Häuser aus Stein, wie auch bei dieser Familie hier. Die Kinder sind trotz der Pandemie sehr wissbegierig und freuen sich über neues Schulmaterial, welches sie von ihren Lehrern erhalten.

Unterstützen Sie jetzt Lehrer und Kinder vor Ort!

Hier geht es zur Spendenaktion.

Corona auf Bali – Schwere Zeiten im April 2021


Mein Name ist Ni Sriani und ich bin Schülerin der 10. Klasse in der Pengalusan Schule. Meine Schulfreunde und ich möchten uns sehr herzlich für alle Spenden bedanken. Diese haben es ermöglicht, unsere Familien weiter zu ernähren. Ich bin sehr traurig, darüber dass uns die Covid-19-Pandemie abhängig von Spenden macht. Zugleich weiß ich, was für ein Glück wir haben.
Als ich von der Abholung von Lebensmitteln nach Hause kam, lächelte meine ganze Familie und war sehr glücklich. Sie dankten mir und sind froh, dass die Schule uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt. Somit haben wir genügend Reis für die nächsten Wochen.

Als Bauernfamilie müssen wir jeden Tag hart arbeiten und manchmal reicht das Einkommen gerade noch aus, um unseren täglichen Bedarf zu decken. Um zusätzliches Geld zu verdienen, arbeite ich auch jeden Tag mit und helfe meinen Eltern, indem ich gewebte Bambuskörbe zum Verkauf herstelle, aber der Gewinn ist sehr gering.

Vielen Dank nochmal für eure Spenden!

Grüße Ni Sriani

Corona in Pakistan – April 2021

Wie auch viele andere Länder ist Pakistan weiterhin als Risikogebiet eingestuft und hat mit der dritten COVID-19-Welle zu kämpfen. Selbst der Präsident (Imran Khan) und  der Vizepräsident wurden positiv getestet. Besonders die britische Variante des Covid-19 ist weit verbreitet. Diese trifft zum größten Teil Kinder. Daher sind weiterhin die Schulen geschlossen.

Im Vergleich zu anderen Länder sind die offiziellen Infektionszahlen zwar niedrig. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die Dunkelziffer weitaus höher ausfällt. Wie auch Indonesien erhält Pakistan seinen Impfstoff aus China oder Russland. Allerdings hängt Pakistan mit den Impfungen sehr weit hinterher. 

Wir planen weiterhin 15 Kinder im August den Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen. Die ersten Profile präsentieren wir euch im nächsten Monat.

Bleibt gesund! Euer Wave Project Team

Corona auf Bali – Hausbesuch des Schuldirektors

Wayan Sumadia, der Schuldirektor der Jatituhu berichtet, über seine tägliche Arbeit:

Heute ging ich zu den Häusern unserer Schüler der Jatituhu-Schule, die an den Hängen des Berges Abang leben, um Lernmaterialien für Schüler zu verteilen, die offline lernen. Er besuchte auch die Schüler, die online lernen, um sicherzustellen, dass sie keine Probleme bei der Bearbeitung der Aufgaben haben. Als Lehrer inmitten einer Pandemie müssen wir uns verschiedenen Herausforderungen stellen. Eine der schwierigsten Herausforderungen besteht darin, mit unserem Motorrad auf steilen und sandigen Straßen zu fahren. Doch wir geben niemals auf.

Heute erlebte ich wieder hautnah wie schwer es die Kinder und Jugendlichen unserer Schule haben. Der Schüler Komang, der die 9. Klasse besucht, lebt ziemlich entfernt von der Schule. Daher besuchte ich ihn, um sicher zu gehen, dass er auch alle Aufgaben vom letzten Mal erledigt und verstanden hat. Als ich ankam war er schon den ganzen Morgen beschäftigt und half seinen Eltern bei der Arbeit. Dies ist eine Pflicht, die er zusätzlich zum Lernen zu erfüllen hat, denn nur so kann das Einkommen für die Familien gesichert werden.

Wir sind froh über jede Unterstützung die wir bekommen können, um den Schülern einen Zugang zur Bildung zu ermöglichen.

Corona auf Bali – Manikaji Schule

Ab April erweitern wir unser Projekt auf Bali. Dank einem hohen Spendenbetrag der msg systems ag (Spendenaktion zum 40. Jubiläum) werden wir die Schüler der Manikaji-Schule das ganze Jahr unterstützen (52 Schüler). 

Die Übernahme der Schulgebühren ist kurzfristig entstanden, da die Schule vorher von Hotels auf Bali finanziert wurde. Leider können diese Hotels durch die Corona-Pandemie keine Gelder mehr zur Verfügung stellen. Wie auch die anderen beiden Schulen, die wir vor Ort unterstützen, (Pengalusan und Jatituhu) liegt auch diese Schule im abgelegenen Osten der Insel. Von hier aus ist die nächste staatliche Schule 10 Kilometer entfernt. Um sie zu erreichen, benötigen die Eltern eigene Autos oder Motorräder. Der Weg dauert circa 3 Stunden und wäre für die Schüler täglich eine hohe Belastung. Daher haben viele Kinder im abgelegenen Dorf keine andere Möglichkeit. Wie auch bei allen anderen Projekten liegt uns die Bildung der Kinder und somit der nächsten Generation sehr am Herzen.

Wir bedanken uns auch nochmal bei der msg systems und der msg services ag. Ohne die erhaltenen Spendengelder hätten wir diese Schule nicht unterstützen können.