Übersicht SDGs

Insgesamt existieren 17 „Haupt“-SDGs sowie 169 „Sub“-SDGs, welche auch „targets“ genannt werden. Jedem der 17 obergeordneten SDGs sind untergeordnete Ziele zugeteilt, die das Haupt-SDG konkretisieren bzw. Etappen zur Erreichung des Haupt-SDGs darstellen.

UN Sustainable Development Goals Infographics
Quelle: https://digitalcommons.imsa.edu/unsdg_infographics/

Die beiden SDGs 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) sowie 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) stellen zusätzliche neue Dimensionen dar. Das SDG 17 beschreibt dabei keinen Endzustand, sondern die Umsetzung der Ziele und somit einen andauernden Prozess. Alle anderen SDGs sind entweder ökologisch, ökonomisch oder sozial geprägt.

Entstehungsgeschichte der SDGs

In den 90er Jahren fanden verschiedene UN-Gipfel statt, jeder dieser Gipfel brachte als Resultat eine Liste mit diversen Zielen hervor. Aus diesen Listen wurden sodann die 8 MDGs (Millennium Development Goals) entwickelt und im Jahr 2000 verabschiedet.

MDGs=Vorgänger der SDGs

Die SDGs hingegen stammen aus dem Rio-Prozess (umweltpolitische Verhandlungen 1992) und dem Millenniumprozess, hier wurden demnach umweltpolitische und entwicklungspolitische Stränge zusammengeführt. Regierungen haben die SDGs gemeinsam mit der Zivilgesellschaft kreiert.

Jedoch muss kritisch angemerkt werden, dass beispielsweise Migrant*innen und Senior*innen nicht einbezogen wurden. Demnach ist die Zivilgesellschaft in ihrer Mitbestimmung der SDGs nur unvollständig abgebildet.

Quelle: Eigene Darstellung

Unterschied SDG und MDG

Die Abkürzung MDG steht für „Millennium Development Goal“ bzw. zu deutsch „Millennium-Entwicklungsziel“. In gewisser Weise werden die MDGs als Vorgänger der SDGs betrachtet. Insgesamt wurden 8 MDGs im Jahr 2000 verabschiedet und ihre Gültigkeit bis 2015 festgelegt.

Quelle: https://governancexborders.files.wordpress.com/2013/06/mdgs.png

MDGs haben dazu beigetragen, dass es global viele Fortschritte in der Entwicklung gegeben hat, jedoch konnten nicht alle Ziele umgesetzt werden. Zudem gab es große regionale Unterschiede in der Umsetzung. Zwischen MDGs und SDGs existieren zentrale Abweichungen – SDGs sind deutlich fortschrittlicher und effektiver, da sie beispielsweise vermehrt Umweltaspekte berücksichtigen.

Bei den MDGs wurden Umweltaspekte nicht als zentraler Bestandteil betrachtet. Lediglich 1 MDG fokussierte die Umwelt – MDG Nummer 7 „ensure environmental sustainability“. MDGs betrachteten demnach hauptsächlich soziale und wirtschaftliche Aspekte.

SDG – Was ist das?

Die Abkürzung SDG steht für „sustainable development goal“. Insgesamt gibt es 17 SDGs, die beschreiben, wie eine verbessere Welt für alle Menschen im Jahr 2030 aussehen soll. Auf diese Ziele haben sich die Staats- und Regierungschefs der Staaten der Vereinten Nationen im Jahr 2015 geeinigt. Die SDGs bilden das Kernelement der Agenda 2030, nach der die Ziele bis 2030 umgesetzt werden sollen.

Alle 3 Dimensionen von Nachhaltigkeit (Umwelt, Wirtschaft & Soziales) werden dabei durch die SDGs abgedeckt. Die Agenda 2030 erweitert den Dreiklang von Nachhaltigkeit um zwei weitere Aspekte, den Frieden und die Partnerschaft. SDGs vereinen teilweise auch mehrere dieser Dimensionen, das heißt, ein SDG kann beispielsweise sowohl ökonomisch als auch ökologisch ausgerichtet sein.

Der Grundgedanke hinter SDGs besagt, dass nur Zusammenarbeit zum Ziel führt und demnach alle Akteure gemeinsam handeln sollen. Eine Umsetzung kann nur erreicht werden, wenn die Ziele „zusammengedacht“ werden, d.h. die Ziele sollen nicht gegeneinander abgewogen werden. Außerdem sind alle Ziele miteinander verbunden und jedes einzelne Ziel kann nur erreicht werden, wenn die anderen Ziele erreicht werden.