Corona in Pakistan – April 2021

Wie auch viele andere Länder ist Pakistan weiterhin als Risikogebiet eingestuft und hat mit der dritten COVID-19-Welle zu kämpfen. Selbst der Präsident (Imran Khan) und  der Vizepräsident wurden positiv getestet. Besonders die britische Variante des Covid-19 ist weit verbreitet. Diese trifft zum größten Teil Kinder. Daher sind weiterhin die Schulen geschlossen.

Im Vergleich zu anderen Länder sind die offiziellen Infektionszahlen zwar niedrig. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass die Dunkelziffer weitaus höher ausfällt. Wie auch Indonesien erhält Pakistan seinen Impfstoff aus China oder Russland. Allerdings hängt Pakistan mit den Impfungen sehr weit hinterher. 

Wir planen weiterhin 15 Kinder im August den Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen. Die ersten Profile präsentieren wir euch im nächsten Monat.

Bleibt gesund! Euer Wave Project Team

Das Jahr 2020 – Projekt Pakistan

In diesem Jahr kam alles anders, als wir es alle erwartet hatten. Wir mussten alle viele Vorhaben und Pläne durch die Corona-Krise über den Haufen werfen, leider auch unseren Plan vor Ort die Kinder mit eurer Hilfe zu unterstützen. Dies liegt daran, dass die Schulen geschlossen sind.

Zu Beginn der Pandemie war Pakistan weitestgehend verschont geblieben. Dies hat sich im November geändert. Daher folgte, wie bei uns auch, der zweite Lockdown. Wir freuen uns dennoch über jede weitere Spende. Dank eurer Hilfe können wir bereits jetzt schon 15 Kinder im nächsten Jahr unterstützen, statt wie geplant 10 Kinder. Sobald die Schulen wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen werden, übergeben wir eure Spendengelder und berichten über die eingeschulten Kinder. 

Vor Ort sind wir im ständigen Kontakt mit der Sach Welfare Society und Danish Raja, um über die aktuelle Situation auf dem Laufenden zu bleiben. Kurz vor Weihnachten haben wir einen Gruß aus Pakistan erhalten.
Wir wünschen euch und euren Familien ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Corona in Pakistan – Mai 2020

Wie die meisten schon wissen, mussten wir unsere Reise im Sommer nach Pakistan absagen. Die erhaltenen Spenden werden natürlich weiterhin für die Bildung in Pakistan eingesetzt.Da wir nun schon öfter gefragt wurden, würden wir euch gerne die aktuelle Situation vor Ort in Pakistan erläutern. Zur Zeit sind alle Grenzen zu den Nachbarländern geschlossen. Momentan gibt es ca. 32.000 Infizierte, leider ist die Testkapazität sehr niedrig. Daher können lediglich 14.000 Test pro Tag durchgeführt werden. Also kann man auch hier von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.Auch dort hat die Pakistanische Regierung mit einem entsprechenden „Lockdown“ Ende März reagiert. Dieser wurde letzten Samstag gelockert, die ersten Geschäfte dürfen wieder öffnen. Die Schulen bleiben jedoch vorerst bis zum 15. Juli geschlossen. Sobald die ersten Schulen wieder öffnen, werden wir uns in Verbindung mit den ansässigen Wohltätigkeitsorganisationen setzen und weitere Schritte planen.

The Wave Project in Pakistan

In Pakistan starten wir nun zum zweiten Mal ein „Wave Project“. In den letzten Berichten konnten Sie schon sehen, dass wir nur dort Ihr Geld investieren, wo wir nachvollziehen können, was damit passiert.Um die Situationen vor Ort zu verstehen, haben wir die Menschen besucht, die Ihre Hilfe benötigen und mit den Spendenaktionen unterstützt werden. Im nächsten Jahr werden wir die ersten Gelder nach Pakistan bringen.

Das komplette Video findet ihr hier:

Unser Ziel in Pakistan

Eine weitere Schule, die wir in Pakistan besuchten, lag in einem ärmeren Bezirk.Hier werden lediglich 10€ Schulgebühren monatlich verlangt. Dies ist weit aus weniger, als in der letzten Schule, die wir vorgestellt haben. Die Schule „Madni Academy“ wird von Irfan Kiani geleitet, wir haben ihn getroffen und mit ihm darüber besprochen, welche Möglichkeiten wir hier haben, um von Deutschland aus zu unterstützen. Die Schulgebühren können zwar nicht erlassen werden, jedoch können wir die Kinder finanziell unterstützen. Bei einem Rundgang durch die Schule wurde uns schnell klar, dass dies das Richtige für die Kinder ist. Sie werden hier gefördert und haben Spaß beim Lernen.
Nach Absprache mit dem Direktor, werden wir eine Spendenaktion starten, um Kindern, die in Zelten leben oder auf der Straße zu unterstützen. Mit Ihrer Hilfe können wir mehr Kinder von der „Straße“ holen und ihnen einen Zugang zur Bildung verschaffen.

Planung des Projektes in Pakistan

Um unser Ziel, die Bildung in Pakistan für ärmere Kinder zu fördern, haben wir verschiedene Schulen in der Umgebung von Rawalpindi besucht. Damit wir ein Verständnis bekommen, wie das Bildungssystem hier aufgebaut ist und wie wir helfen können. Wie in vielen Ländern, gibt es hier private und öffentliche Schulen. Doch sind die Unterschiede immens. In der Provinz Punjab gibt es rund 2000 öffentliche und 8000 private Schulen. Die öffentlichen Schulen sind überfüllt. Es gibt keine Hygiene-Vorschriften oder Grenzen bei den Größen der Schulklassen und das vorhandenen Schulmaterial ist begrenzt. Da keine Schulen in der näheren Umgebung sind oder die Familien diese nicht bezahlen können, gehen viele der Kinder gar nicht zur Schule. In der Umgebung haben wir uns speziell private Bildungseinrichtungen angeschaut. Die „Peak School“ ist eine sehr gute Privatschule in Westridge Rawalpindi. Hier liegen die Kosten zwischen 20-50 Euro monatlich je Schulkind. Davon kann eine Person sich in Pakistan einen Monat ernähren. Daher kamen wir schnell auf die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung zu sprechen. Schnell war klar, dass schlechte Erfahrungen hier gemacht wurden. Arme Kinder, die unterstützt wurden, waren nicht willens zu lernen oder gaben nur vor arm zu sein. Das Problem ist es, die Armut nachzuweisen. Nach einem langen Gespräch war uns klar, wenn wir transparent sein wollen, muss klar sein, welchen Kindern wir die Möglichkeit bieten, auf die Schule gehen zu dürfen. Es gibt viele Heimkinder in Pakistan, die auf Unterstützung angewiesen sind, sowie Kinder, die in Zelten an Straßen wohnen. Hier weiß man definitiv, dass diese Hilfe brauchen.In Unterstützung mit Danish Raja (Anwalt in Islamabad) werden wir diese Kinder versuchen zu finden und an die Schule zu bringen. Uns wurde vom Schuldirektor Herrn Ibraheem versprochen, wenn wir nachweisen können, dass die Kinder bedürftig sind, dann werden die Schulgebühren erlassen.Vielen Dank daher an die „Peak School“ und an Muhammad Ibraheem.

Neue Kontakte in Pakistan

Am 08.10.2019 haben wir die „Sach Welfare Society“ (Gemeinnützige Organisation) getroffen. Sie kümmern sich im Bezirk Sultanabad (Rawalpindi) um 80 bedürftige Familien. Sie finanzieren sich aus Einnahmen der Region. Wir hatten sehr interessante und konstruktive Gespräche über zukünftige Projekte, die wir in Pakistan unterstützen können. Einig waren wir uns darüber, dass die Bildung der nächsten Generation im Fokus stehen sollte. Ohne Bildung werden weiterhin Kinder auf den Straßen leben. Um dies zu verhindern, haben wir beschlossen, in der Kooperation mit Schulen, Kindern in Armut zu helfen. Danke an das Team der „Sach Welfare Society“! (SACH,Shahzad Anjum Malik,Danish Raja)