Entstehungsgeschichte der SDGs

In den 90er Jahren fanden verschiedene UN-Gipfel statt, jeder dieser Gipfel brachte als Resultat eine Liste mit diversen Zielen hervor. Aus diesen Listen wurden sodann die 8 MDGs (Millennium Development Goals) entwickelt und im Jahr 2000 verabschiedet.

MDGs=Vorgänger der SDGs

Die SDGs hingegen stammen aus dem Rio-Prozess (umweltpolitische Verhandlungen 1992) und dem Millenniumprozess, hier wurden demnach umweltpolitische und entwicklungspolitische Stränge zusammengeführt. Regierungen haben die SDGs gemeinsam mit der Zivilgesellschaft kreiert.

Jedoch muss kritisch angemerkt werden, dass beispielsweise Migrant*innen und Senior*innen nicht einbezogen wurden. Demnach ist die Zivilgesellschaft in ihrer Mitbestimmung der SDGs nur unvollständig abgebildet.

Quelle: Eigene Darstellung

SDG – Was ist das?

Die Abkürzung SDG steht für „sustainable development goal“. Insgesamt gibt es 17 SDGs, die beschreiben, wie eine verbessere Welt für alle Menschen im Jahr 2030 aussehen soll. Auf diese Ziele haben sich die Staats- und Regierungschefs der Staaten der Vereinten Nationen im Jahr 2015 geeinigt. Die SDGs bilden das Kernelement der Agenda 2030, nach der die Ziele bis 2030 umgesetzt werden sollen.

Alle 3 Dimensionen von Nachhaltigkeit (Umwelt, Wirtschaft & Soziales) werden dabei durch die SDGs abgedeckt. Die Agenda 2030 erweitert den Dreiklang von Nachhaltigkeit um zwei weitere Aspekte, den Frieden und die Partnerschaft. SDGs vereinen teilweise auch mehrere dieser Dimensionen, das heißt, ein SDG kann beispielsweise sowohl ökonomisch als auch ökologisch ausgerichtet sein.

Der Grundgedanke hinter SDGs besagt, dass nur Zusammenarbeit zum Ziel führt und demnach alle Akteure gemeinsam handeln sollen. Eine Umsetzung kann nur erreicht werden, wenn die Ziele „zusammengedacht“ werden, d.h. die Ziele sollen nicht gegeneinander abgewogen werden. Außerdem sind alle Ziele miteinander verbunden und jedes einzelne Ziel kann nur erreicht werden, wenn die anderen Ziele erreicht werden.