Der Schüler Jaya über das Lernen von zu Hause aus

Mein Name ist Jaya und ich besuche die 8. Klasse der Manikaji-Schule. Während der Pandemie, folglich seit fast zwei Jahren, lerne ich online. Am Anfang war ich besorgt, weil ich es nicht gewohnt war, diese Technologie zu benutzen, aber nach einer Weile musste ich es können, weil es keine andere Möglichkeit zum Lernen gab. Zuvor hatte ich mir nie vorstellen können, dass so etwas passieren würde. Schließlich ist das gemeinsame Lernen in der Schule die beste und schnellste Art zu lernen.

Zu Hause lerne ich nicht nur online, sondern muss mir meine Zeit auch einteilen, um meinen Eltern, die Landwirte sind, zu helfen. Jeden Tag schneide ich Gras für das Viehfutter und in der Trockenzeit muss ich zudem bei der Maniokernte im Garten helfen. Diese wird dann gerieben und getrocknet, um im Sommer als Grundnahrungsmittel gelagert zu werden. Außerdem helfe ich beim Hacken der Felder, um Wildpflanzen von Unkraut zu befreien, damit in der Regenzeit Gemüse angebaut werden kann.
Insgesamt ist das Studium von zu Hause aus flexibler und das Wichtigste ist, dass ich pünktlich zum Online-Unterricht komme, mir die Materialien besorge und die Studienaufgaben auch rechtzeitig beim Lehrer abgebe.

Trotz der vielen positiven Auswirkungen möchte ich nicht, dass diese Pandemie-Situation lange anhält. Ich vermisse wirklich die Atmosphäre des Lernens in der Schule. Hoffentlich können wir alle so schnell wie möglich wieder unseren normalen Aktivitäten nachgehen.

Corona auf Bali – Wieso Essenspakete?

Mein Name ist Ni Kadek. Ich bin Schülerin der Schule Jatituhu und gehe in die 10. Klasse. Dank der monatlichen Bereitstellung der Essenspakete für alle Schüler, kam unsere Familie durch die Dürrezeit. Ich bin froh Schülerin der Jatituhu Schule zu sein und freue mich, dass uns so viele Menschen in dieser schweren Zeit unterstützen.

Die monatliche Unterstützung  besteht aus Reis, Speiseöl, getrocknetem Fisch und Mungobohnen. All dies ist sehr schwer zu bekommen, weil die landwirtschaftlichen Flächen in unserem Dorf steil, trocken und sandig sind. Es gibt auch keine Flüsse in der Nähe, sodass wir keinen Reis anbauen können. 

Unsere Familie kann nur während der Regenzeit Mais, Maniok und Bohnen anbauen und diese direkt verwenden, um den täglichen Bedarf der Familie zu decken. Um Reis und Fisch essen zu können, warten wir normalerweise auf die Maniok-Ernte, die wir zu einem niedrigen Preis verkaufen. Das Geld wird wiederum verwendet, um Beilagen und anderes Gemüse zu kaufen. 

Außerdem arbeitet keiner der in den umliegenden Gemeinden lebt als Fischer, da wir sehr weit vom Meer entfernt wohnen. Daher freuen wir uns besonders über den getrockneten Fisch in den Essenspaketen.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Corona auf Bali – Die Ernte

Ni Kuh Ari Artika Dewi, eine Fünftklässlerin der Jatituhu-Schule berichtet von ihrem Alltag während der Corona-Pandemie. Sie ist sehr dankbar und glücklich darüber, dass sie und ihre Familie Hilfe erhalten und mit Lebensmitteln versorgt werden. Denn insbesondere während der Covid-19-Pandemie ist es sehr schwer, die Nahrungsmittelversorgung zu decken. Obwohl die Regenzeit angebrochen ist, ist die Familie noch dabei, ihr Land zu bewirtschaften und Gemüsesamen, Mais und Moniok anzubauen. Da es normalerweise maximal fünf Monate lang regnet, kann lediglich drei Monate geerntet werden.  Bevor die Erntezeit beginnt isst die Familie sehr wenig, sodass es gerade zum Überleben ausreicht.

Durch die Schulschließungen während der Corona-Krise hatten die Schüler/-innen mehr Zeit, um ihre Familien auf den Feldern zu unterstützen.

Dank eurer Spenden konnten sie die Zeit durchstehen.