Entstehungsgeschichte der SDGs

In den 90er Jahren fanden verschiedene UN-Gipfel statt, jeder dieser Gipfel brachte als Resultat eine Liste mit diversen Zielen hervor. Aus diesen Listen wurden sodann die 8 MDGs (Millennium Development Goals) entwickelt und im Jahr 2000 verabschiedet.

MDGs=Vorgänger der SDGs

Die SDGs hingegen stammen aus dem Rio-Prozess (umweltpolitische Verhandlungen 1992) und dem Millenniumprozess, hier wurden demnach umweltpolitische und entwicklungspolitische Stränge zusammengeführt. Regierungen haben die SDGs gemeinsam mit der Zivilgesellschaft kreiert.

Jedoch muss kritisch angemerkt werden, dass beispielsweise Migrant*innen und Senior*innen nicht einbezogen wurden. Demnach ist die Zivilgesellschaft in ihrer Mitbestimmung der SDGs nur unvollständig abgebildet.

Quelle: Eigene Darstellung

Unterschied SDG und MDG

Die Abkürzung MDG steht für „Millennium Development Goal“ bzw. zu deutsch „Millennium-Entwicklungsziel“. In gewisser Weise werden die MDGs als Vorgänger der SDGs betrachtet. Insgesamt wurden 8 MDGs im Jahr 2000 verabschiedet und ihre Gültigkeit bis 2015 festgelegt.

Quelle: https://governancexborders.files.wordpress.com/2013/06/mdgs.png

MDGs haben dazu beigetragen, dass es global viele Fortschritte in der Entwicklung gegeben hat, jedoch konnten nicht alle Ziele umgesetzt werden. Zudem gab es große regionale Unterschiede in der Umsetzung. Zwischen MDGs und SDGs existieren zentrale Abweichungen – SDGs sind deutlich fortschrittlicher und effektiver, da sie beispielsweise vermehrt Umweltaspekte berücksichtigen.

Bei den MDGs wurden Umweltaspekte nicht als zentraler Bestandteil betrachtet. Lediglich 1 MDG fokussierte die Umwelt – MDG Nummer 7 „ensure environmental sustainability“. MDGs betrachteten demnach hauptsächlich soziale und wirtschaftliche Aspekte.